Mittwoch, 31. August 2011

Wieder daheim

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Gestern Nachmittag sind wir mit dem ICE in Amsterdam los und am Abend in Stuttgart angekommen. Da waren wir jetzt die letzten Monate mit Geschwindigkeiten von 6-7 Knoten unterwegs und so ein Zug rast mit fast 300km/h durch die Gegend. Heute Nacht bin ich mehrfach hochgeschreckt, weil nichts mehr gewackelt hat, kein Regen auf das Deck geprasselt ist und man den Wind nicht im Rigg pfeifen gehört hat. Es fühlt sich schon krass an, wenn man nach 4 Monaten das erste Mal wieder in einem Haus schläft.

XENIA II an ihrem diesjährigen Winterliegeplatz in der Nähe von Amsterdam

Sonntag, 28. August 2011

Saisonende

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Gestern haben wir unser Fahrkarten für Dienstag gebucht. Die XENIA lassen wir über den Winter in Monnickendam (ein Vorort von Amsterdam) im Wasser.
Gestern gab es hier einen Open Air Opernabend. Zum Glück für die Veranstalter, hat kurz vor Beginn der Regen aufgehört. In der Nacht hat dann der Dauerregen wieder eingesetzt und es ist auch recht kalt geworden. Ich hoffe, dass es irgend wann mal für ein paar Stunden aufhört zu regnen und wir die Segel trocken einpacken können.

Land unter, das Motto von diesem Sommer

Ein Zeichen der Hoffnung

Open Air Opernabend in Monnickendam


Donnerstag, 25. August 2011

Lelystad

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Lelystad ist eine Stadt in der Provinz Flevoland, die durch Einpolderung dem Meer abgerungen wurde. Sie ist erst 1967 quasi aus dem Nichts entstanden und man merkt Ihr deutlich an, dass sie auf dem Reisbrett entstanden ist. Das Angebot der Stadt zum kostenlosen Übernachten haben wir gerne angenommen.
Als wir heute in Edam ankamen, war hier das ganze Dorf auf den Füßen. Zufälliger Weise wurde der Kermisloop ausgetragen. Das ist eine Art Dauerlauf mit einer Gesamtstrecke von 10 Kilometer. Die Läufer waren auf einem Kreiskurs durch Edam unterwegs und haben nach unserem Eindruck wirklich alles gegeben. Die Dorfbewohner haben die Wettkämpfer kräftig angefeuert und für gute Stimmung gesorgt.
Unser (kostenloser) Übernachtungsplatz in Lelystad

Dienstag, 23. August 2011

Urk - Die Insel, die keine mehr ist

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Bis zu Jahr 1939 war Urk eine Insel. 1942 schließlich wurde der Noordoostpolder endgültig trockengelegt, Urk Bestandteil des Festlandes.
Die streng religiöse, reformierte Bevölkerung hält noch an verschiedenen Traditionen fest. Politisch gilt die Gemeinde als die konservativste der ganzen Niederlande. Durch die hohe Religiosität der Bevölkerung besitzt Urk mit 3,23 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate in den Niederlanden. Daher entwickelt sich die Bevölkerung sehr dynamisch und wächst konstant mit einer Rate von 1,53% pro Jahr (Quelle Wikipedia).

Susanne und ich wunderten uns sehr, als am Sonntag, die Urker in Anzug und weißen Kleidern, stundenlang an der Uferstraße spazieren gingen. Auch waren in Urk am Sonntag alle Geschäfte geschlossen.  Es war nicht möglich für den Sonntag Hafengebühren zu zahlen. Wäsche waschen ging auch nicht, da die Waschmaschine sonntags abgeschlossen ist und der Hafenmeister frei hat. Sonntags wird in Urk kein Geld verdient. Ein wirklich netter Ort mit netten Leuten, die einen immer freundlich grüßen.


Der Leuchtturm von Urk



Samstag, 20. August 2011

Zuiderzee-Museum

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Die letzten Tage lagen wir vor Anker und hatten kein Internet. Wir haben das Zuiderzee Museum in Enkhuizen besucht. Es erzählt von dem Leben, als das IJsselmeer noch nicht durch einen Deich (1932) von der Nordsee getrennt wurde, sondern eine Meeresbucht (die Zuiderzee) war. Die Anlage ist sehr weitläufig und wir haben zwei Tage gebraucht um einigermaßen einen vollständigen Eindruck zu bekommen. Das Museum ist nicht statisch, sondern es lebt. Man kann den Menschen und Handwerkern von Damals bei Ihrem Leben und Arbeiten zuschauen, oder auch selbst mitmachen. Es gibt wohl viele Freiwillige, die in Ihren Ferien, wie vor hundert Jahren im Museum leben.






Die Malerwerkstatt sieht fast so aus, wie die meines Großvaters



 
 

Montag, 15. August 2011

Lappendag in Hoorn

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Heute sind wir in Hoorn vor Anker gegangen und hier war zufälliger Weise gerade Lappendag. Dies ist der Abschluss einer zehntägigen Kirmes, welcher auf unbeteiligte den Eindruck eines kollektiven Besäufnisses aus Kunststoffbechern macht. Wir sind froh, dass wir mit etwas Abstand bei Vollmond vor Anker liegen können.

Susanne würde ein Becherpfandsystem einführen :-)

Sonntag, 14. August 2011

Museumkaart

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Anika und Tobias sind am Freitag nach Hause gefahren.
Die Niederländer haben ein tolles Angebot für Museum Interessierte. Mit der Museumkaart kann man ca. 400 Niederländische Museen besuchen. Die Karte kostet 45 Euro und ist für ein Jahr gültig. Sehr angenehm ist auch, dass man nicht an den langen Schlangen vor den Museen anstehen muss, sondern man darf ohne Wartezeit direkt rein.
Im Cafe des Van Goch Museum bei frischem Pfefferminztee

Mittwoch, 10. August 2011

Eingeweht in Marken

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Am Sonntag ist Anika in Amsterdam angekommen. Nach der obligatorischen Stadtbesichtigung sind wir mit ihr nach Marken gesegelt. Sie hat gleich ordentlich Wind mit bis zu 32 Knoten abbekommen, was ihrer guten Laune jedoch keinen Abbruch tat. Heute sind wir hier bei voller Sturmstärke (momentan bis zu 37 Knoten im Hafen) eingeweht. Es ist schön, wenn man als Familie gemeinsam unterwegs ist. Am Freitag wird sie mit ihrem Bruder Tobias heim fahren.

Anika und Tobias
Der Leuchtturm von Marken
Obst und Gemüse kaufen macht in Holland Spass

Samstag, 6. August 2011

Tobias und die Taube

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Bei unserer Fahrt heute nach Amsterdam bekamen wir plötzlich Besuch. Anscheinend mit letzter Kraft hat sich eine Brieftaube auf unser Boot gerettet. Tobias hat den Vogel aus der Hand gefüttert und Susanne hat ihm zu trinken gegeben. Die Taube ist bis nach Amsterdam mitgefahren und hat uns dann im Hafen wieder verlassen.

Freitag, 5. August 2011

Schleusen Chaos

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Die Szenen, die sich an den Schleusen abspielen, sind wirklich sehenswert. Da warten viele, viele Boote um ins IJsselmeer reinzukommen. Manche Crews sind relaxed und nutzen die Wartezeit zu einem Gespräch mit den Nachbarbooten, andere sind total hektisch und haben echt Stress.

An der Schleuse Kornverderzand


Mittwoch, 3. August 2011

Endlich wird es Sommer

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Kaum hatten wir uns durchgerungen am IJsselmeer zu bleiben ist das Wetter besser geworden. Gestern sind wir durch die Waddenzee nach Vlieland raus. Als wir angekommen sind lagen duzende Yachten vor dem Hafen vor Anker. Der Hafen war wegen Überfüllung gesperrt.
Großes Anker-Kino vor dem gesperrten Hafen von Vlieland


Ein Hafenmeister hat mit seinem Schlauchboot die Bootsnamen in der Reihenfolge der Ankunft notiert. Sein Kommentar zu uns war, dass wenn alle Boote vor uns im Hafen sind, wir dann dran kommen. Es war aber klar, dass wir die Nacht draußen verbringen müssen.



Susanne und Tobias auf dem Weg zu einer Sandbank
Wir sind dann auch vor Anker gegangen und kurz vor Niedrigwasser wieder gegangen. Unterwegs haben wir im Watt geankert. Auch hier waren viele Boote trocken gefallen. Auf einem der Plattenboden Schiffe war wohl ein Posaunenchor. Das ist schon eine eigenartige Atmosphäre, wenn man mitten im Wattenmeer vor Anker geht, überall sind Sandbänke und aus der Ferne hört man einen Posaunenchor spielen.


Abendstimmung im Wattenmeer