Montag, 30. August 2010

Eingeweht auf Bornholm

Gudhjem auf Bornholm
Gudhjem hat uns für einige Tage mit seinem sicheren Südhafen bei 4 Meter Welle und über 40 Knoten Wind aus Nordwest einen gemütlichen und recht ruhigen Aufenthalt geboten. Das Städtchen liegt am Nordosthang mit herrlicher Aussicht bis zu den "Erbseninseln".
Skipper beim Klettern
Bummeln, Einkaufen, Wandern. Tobias hat für sich die nicht ganz ungefährliche, neue Sportart Klipphopping entdeckt.

Yogalehrerin beim Training
Weiter um die Südspitze Bornholms herum über Neksö und von Rönne dann den Absprung Richtung Sassniz.  Diesmal bei wildem Ritt mit böigem Wind und 1,5m Welle in unter 8 Stunden - optimale Bedingungen.
Rügen begeistert uns immer wieder neu...

Rauschefahrt nach Deutschland

Dass die Crew inzwischen eingespielt und routiniert ist, konnte sie beim Anlegen unter Segeln im Hafen von Gager beweisen. Das Manöver wurde vorab bis in die Details durchgesprochen und hat dann perfekt geklappt. Lob vom Skipper!

Dienstag, 24. August 2010

Utklippan / Christiansö

Utklippan ist eine großer Steinhaufen, der dem Schärengarten von Karlskrona, ca. 10 Seemeilen in südlicher Richtung vorgelagert ist. Die Schweden haben hier einen kleinen Hafen in den Fels gesprengt, der relativ gut geschützt ist. Er eignet sich aufgrund seiner Lage gut als Absprungshafen für den langen Schlag nach Bornholm. Wir sind hier abends bei Starkregen angekommen. Nachdem das Boot festgemacht war, ist der Himmel aufgerissen und es gab einen phänomenalen Sonnenuntergang. Die Stimmung war atemberaubend.






Hafen Christiansö


Christiansö voraus
Am nächsten Morgen sind wir um 05:00 aufgestanden und bei Sonnenaufgang Richtung Bornholm los. Gegen 13:00 Uhr kam die Insel Christiansö in Sicht (Susanne hat sie als erste gesichtet) um 14:00 sind wir dort eingelaufen. Christiansö ist eine kleine Insel, die Bornholm 10 Seemeilen in Nördlicher Richtung vorgelagert ist. Sie wurde früher von den Dänen als Gefängnisinsel genutzt. Heute leben noch ca. 100 Menschen auf der Insel, aber es kommen jede Menge Tagestouristen mit mit einer Fähre.

Nach kurzem Aufenthalt sind wir weiter nach Gudhjem auf Bornholm. Beim Anlegen hatten wir wieder viel Bind und Regen. Für die nächsten Tage ist Sturm mit über 40 Knoten Wind und signifikanten Wellenhöhen von deutlich über 4 Meter angesagt. Da werden wir wohl im Hafen bleiben.

Freitag, 20. August 2010

Mit den Zugvögeln Richtung Süden

Die Fahrt nach Kristianopel war ein heißer Ritt. Wir hatten 20KN Wind aus NNO und den asym. Spinacker zusammen mit dem Großsegel gesetzt. XENIA hat sich dabei von ihrer sportlichen Seite gezeigt und ist mit bis zu 9,2KN SOG die Wellen hinunter gesurft. Ihre Rumpfgeschwindigkeit beträgt ca. 7,5KN. Leider hat das der Autopilot auf Dauer nicht ausgehalten. Der Kupplungshebel ist gebrochen und einen Sicherungsstift hat es abgedreht. In der Folge war dann steuern von Hand angesagt.

Von Kristianopel, das uns sehr gut gefallen hat, sind wir dann weiter in die Schären gefahren. Per Zufall haben wir einen nicht in den Karten eingezeichneten Anleger, auf einer unbewohnten Schäre gefunden, als wir bei Starkregen Schutz suchten. Die Schäre war genial und wir sind zwei Nächte geblieben. Tobias hat gezeltet und Essen gab's am Lagerfeuer. Bis auf die Tatsache, dass es sehr viele Zecken und Stechmücken gab, ist das Leben auf einer einsamen Schäre ziemlich paradiesisch.

     

Sonntag, 15. August 2010

Nebel, Nebel, Nebel


Sichtweite ca. 100 Meter
Öland scheint ein Nebelland zu sein. Heute sind wir fast die ganze Zeit in dichtem Nebel mit Sichtweiten unter 100 Meter gesegelt. Dabei war es angenehm warm. Die Stimmung war sehr speziell. Man gleitet bis auf das Rauschen der Bugwelle, lautlos durch das Nichts und hat nur die Ohren als verlässlichen Sinneseindruck (und natürlich die Elektronik).


Tobias am Radar
Es gibt ein kribbeliges Gefühl, wenn man ein anderes Boot im Radar hat, das Zickzack auf einen zukommt. Man kann sich nicht vorstellen, was der Andere da gerade zusammenfährt, bis er in sehr dichtem Abstand plötzlich aus der Suppe auftaucht und nach 1-2 Minuten wieder verschwunden ist. Das ist uns zweimal passiert und es waren kleinere Segelboote die ohne Radar, aber offensichtlich mit Kartenplotter unterwegs waren. Wir hatten Wind von hinten und liefen unter Spinacker. Die anderen fuhren Zickzack, weil sie gegen den Wind kreuzen mussten. Die Schweden kennen da offensichtlich nichts und vertrauen voll darauf, dass sie von den anderen schon gesehen werden. Ich würde mich nicht trauen, bei solch schlechter Sicht, ohne Radar durch den Nebel zu fahren.

Boot auf Kreuzkurs kommt in Sicht

Samstag, 14. August 2010

Öland

Ölandbrücke






Die Brücke bei Kalmar verbindet das schwedische Festland mit der 137 km langen Insel Öland. Das Bauwerk ist über 6 km lang und beeindruckt bei der Durchfahrt allein schon durch die Abmessungen.


Schloss Borgholm
Kirche Borgholm
Nach einer Nacht im kleinen, sehr einsamen Hafen von Revsudden sind wir weiter nach Borgholm, der Hauptort von Öland.
Als wir ankamen, hatte zufälliger Weise gerade eine Oldtimer Rally ihren Zwischenstopp am Hafen. Es gab jede Menge exotische Autos und ebensolche Menschen zu bestaunen.
Oldtimer Rally

Mittwoch, 11. August 2010

Kalmar


Schloss Kalmar
Kalmar liegt in Smaland an der Brücke zur Insel Öland. Die Stadt gefällt uns sehr gut. Es gibt viele tolle Dinge zu entdecken. Gestern haben wir das Schloss besichtigt und heute waren wir im Krusenstiernska Garden. Susanne hat sich im Kunstmuseum eine Baselitz Ausstellung angeschaut.
Schweden pur
Hier in Kalmar haben wir Bernd/DL9BS mit seiner Hullu Poro, eine Hallberg Rassy 43, zufällig wieder getroffen. Wir lagen im Juni in Seedorf nebeneinander und haben uns in Greifswald noch mal gesehen. Er wechselt gerade seinen Job und hatte dadurch mehrere Monate Zeit die Ostsee zu bereisen. In seinem interessanten Blog beschreibt er mit vielen Bildern die Erfahrungen welche er auf seiner Reise gemacht hat.

Dienstag, 10. August 2010

Schären bei Karlskrona

Gefährlich sind die Steine unter Wasser
Die letzte Woche sind wir über den Schärengarten bei Karlskrona nach Ölland und dann weiter nach Kalmar. An zwei Tagen hat uns dickster Nebel, mit Sichtweiten kaum über den Vorstag hinaus, erwischt. Radar, Plotter und AIS haben sich bei reiner Instrumentenfahrt  hervorragend bewährt. Leider ist unsere Lichtmaschine ausgefallen und das obwohl sie bereits im Frühjahr gegen eine neue ausgetauscht wurde. Es sieht so aus, als ob es der gleiche Fehler ist, wie das letzte Mal. Ich vermute es handelt sich um einen Konstruktionsfehler und das Teil kommt mit den hohen Ladeströmen nicht klar.

Regenfront im Kalmarsund fegt über uns weg
Marinemuseum in Karlskrona
Die Sonne spiegelt sich in einer Pfütze
Von den Schären bin ich begeistert. Die Landschaft ist sehr schön und man kann so gut wie überall geschützt ankern. Man muss jedoch genau navigieren, da viele große Steine dicht unter der Wasseroberfläche liegen. Diese sind aber alle in den Seekarten eingezeichnet, so dass es bis jetzt für uns keine Probleme gegeben hat.
In Karlskrona ist die schwedische Marine allgegenwärtig. Es ist der größte Marinestützpunkt von Schweden und das Marinemuseum ist sehenswert. Wir haben ein altes Kriegsschiff besichtigt und einen kleinen Einblick in eine doch sehr fremde Welt erhalten.

Montag, 2. August 2010

Schweden

Blick von Hanö auf die Hanöbucht
Zwischenzeitlich sind wir in Schweden angekommen. Von Bornholm ging es bei guten Segelbedingungen mit 4BFT und ca. 2 Meter Seegang durch das TSS (Verkehrstrennungsgebiet) Bornholmsgattet nach Simrishamn. Von dort sind wir unter Spinacker auf einem Bug in Rauschefahrt weiter zur Insel HANÖ, auf der wir gestern Abend angekommen sind. Hanö ist eine kleine hübsche Insel am Eingang zu den südschwedischen Schären, auf der es außer ein paar Bullerbü-Häuschen, einem Hafen und einem Leuchtturm nicht viel gibt. Diese Abgeschiedenheit und die karge Natur gefallen uns sehr gut, so dass wir heute einen Hafentag zum Erkunden der Insel einlegen. Soeben meldet Toby aus dem Schlauchboot via Funk von einem dicken Fischfang. Leckeres Mittagessen!!!