Dienstag, 25. August 2009

Klintholm

Heute hatten wir einen langen Schlag (61NM) von Kopenhagen durch den Öresund nach Klintholm. Das Wetter war nicht besonders gut. Wir hatten 4-5 Windstärken aus SO. Sobald wir aus der Abdeckung von Schweden raus waren hat sich eine ordentliche Dünung und Welle aufgebaut. Die Höhe war sehr schwer zu schätzen, aber ich denke dass es wohl schon 3 Meter waren. Die Wellen waren recht lang und beeindruckend hoch, aber nicht aggressiv. Es sind immer wieder Starkregenfelder durchgerauscht und die Sicht war extrem schlecht. Radar und AIS haben sich mal wieder hervorragend bewährt. Nach 10 Stunden haben wir den Hafen von Klintholm erreicht.

Donnerstag, 13. August 2009

Zwangsaufenthalt in Nyord

Eigentlich wollten wir heute das Smalandfahrwasser verlassen und weiter Richtung Kopenhagen. Der Wind legte beständig zu. Auf der Höhe von Nyord hatten wir bis zu 34 Koten wahren Wind. Das Wasser ist sehr flach aber geschützt, so dass sich keine nennenswerte Welle aufgebaut hat. Jedoch war das Problem, dass wir durch das flache Wasser raus auf die Ostsee müssen und dort wird Welle stehen. Es war nicht auszuschießen, dass wir dann in den Wellentälern aufsetzen. Ich entscheide mich für einen Abbruch und wir laufen Nyord an. Die Hafeneinfahrt ist kaum breiter wie die doppelte Breite der XENIA und der Hafen ist sehr voll. Das Anlegen bei diesem Wind und dem engen Hafen war eine Herausforderung, hat aber ganz gut geklappt. Die Insel ist landschaftlich sehr schön. Es wäre schade gewesen, wenn wir daran vorbei gesegelt wären.

Donnerstag, 6. August 2009

Insel Femö

Wir liegen bei der Insel Femö vor Anker. Es ist eine herrliche laue Sommernacht mit einem schönen Vollmond. Die Insel liegt im Smalandfahrwasser. Sie hat viele pralle Weizenfelder und ist von Heckenreihen durchzogen. Es erinnert mich an das Heckengäu bei uns zuhause im tiefsten Binnenland, nur dass hier das blaue Meer einen tollen Kontrast zu dem gelb der Felder hat. Eine wirklich schöne Insel, ohne allzu viel Touristen.
In der Zwischenzeit stehen die Felder kurz vor der Ernte. Als wir aufgebrochen sind war es noch Frühling. Erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht

Dienstag, 4. August 2009

Ostsee

Die Ostsee hat uns mit recht ruppigem Wetter begrüsst. Wir hatten Anfangs permanent über 20 KN Wind und dazu eine See von bis zu 2 Meter. Beim ersten Schlag nach Heilighafen sind wir gleich ordentlich durchgeschüttelt worden. Bei einer sauberen Halse ist dann auch noch das Großsegel unterhalb der zweiten Reffreihe gerissen. Jetzt wissen wir, was die Ostseesegler unter einer fießen Hacksee und Schlaglöcher meinen. Solche Wellen hab ich am Bodensee noch nicht gesehen.
Zwischenzeitlich ist das Segel wieder repariert und unsere Wunden sind geleckt. Die letzten Tage hatten wir tollstes Wetter mit besten Segelbedingungen bei 3-4 BFT und einem halben Meter Welle. So macht Segeln Spaß.